Leichtigkeit mit in den Alltag nehmen

Blick auf Viertausender beim Wandern im Berner Oberland. Als Mensch fühlt man sich klein wie eine Ameise beim Anblick der majestätischen Gipfel.
Blick auf Viertausender beim Wandern im Berner Oberland. Als Mensch fühlt man sich klein wie eine Ameise beim Anblick der majestätischen Gipfel. Foto: Jutta Hajek

Heute ist mein erster Tag nach einem Wanderurlaub in den Bergen. Der offene Koffer liegt auf dem Bett, die Waschmaschine läuft, überall liegen Stapel mit Sachen, die weggeräumt werden wollen: Wanderstiefel, Schirme, Stöcke. Ich hasse dieses Chaos und merke, wie es mich stresst. Geht Dir das auch so? Nach einer Auszeit ist man schnell wieder im üblichen Trott, der Urlaub ist vergessen, man fühlt sich als wäre man nie weggewesen und arbeitet auf die nächste Reise hin. Es gibt Strategien, die helfen, zu Hause entspannt zu bleiben und trotzdem produktiv zu sein.

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Impressionen von der SAND-FESTIVAL-Lesung am 31.08.2021 in Frankfurt/Main-Schwanheim

Die Versorgung klappt prima. Der Beeren-Cocktail war superlecker – merci!

„Ein anregender Abend!“
„Was Sie erzählt haben, hat mir Mut gemacht!“
(Schwanheimer Gäste)

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Lesungs-Impressionen vom Hofheimer KreisStadtSommer am 19.08.2021

Mariechen Mueller erzählt die Geschichte vom „Frankurter Wecker“. Stefan und Christof Mueller an ihrer Seite hören mit allen Gästen zu.

„Ach, das war so schön!“, schwärmten die Gäste. Ja, auch wir auf der Bühne haben es genossen. Besonders gefreut haben wir uns, dass so viele gekommen sind – trotz der dicken schwarzen Wolken, die dann doch hielten und ihren Inhalt nicht über uns ergossen. Danke, danke, danke allen, die dafür gesorgt haben, dass dieser Abend im Alten Wasserschloss in Hofheim am Taunus ein besonderer Abend wurde: Den Hauptpersonen Mariechen, Stefan und Christof Müller aus dem Buch „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten. Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann“, die aus ihrem Leben erzählten, der Stadt Hofheim, dem Team „Inklusion“ unter der Leitung von Prof. Dr. Jacobs, der Stadtbücherei unter der Leitung von Nicole Dietzel, Georgi Mundrov mit traumhaften Melodien vom Piano, den Technikern der Stadthalle für Strom, Licht und Ton, Familie Sander vom Hotel zur Sonne in Hofheim-Langenhain, die Rieslingsuppe mit Lachsklößchen für uns gekocht und Spundekäs gerührt hatten, den Mitarbeiterinnen der Buchhandlung Tolksdorf, wo noch Bücher vorrätig sind für alle, die an der Lesung nicht teilnehmen konnten. Lesungsimpressionen:

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Ein blinder Lehrer erzählt – „Allen war schnell klar: Blind ist nicht gleich blöd.“

Foto: Christiane Busch

2019 erschien im bene! Verlag ein Buch mit dem Titel „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“, geschrieben von Jutta Hajek. Sie portraitiert darin Familie Müller, in der nicht nur der Vater und die Mutter, sondern auch die beiden Söhne augenkrank und blind sind. Heute arbeiten die beiden Kinder erfolgreich als Lehrer bzw. Priester, doch auf dem langen Weg dorthin hatte die Familie viele Hürden zu meistern. Über die Geschichte der Familie redet Constantin Sträter SICHTBAR – Der Podcast mit Christof Müller, einem der beiden Söhne der Familie.

Wenn Sie diese außergewöhnliche Familie kennenlernen möchten, können Sie das am 19. August ab 19:30 Uhr bei einer Lesung im Alten Wasserschloss in 65719 Hofheim am Taunus. Genaue Infos finden Sie hier.

Das Buch wurde von der Deutschen Katholischen Blindenbücherei auch als Hörbuch vertont und ist im Medibus-Netzwerk abrufbar.

Im Podcast „SICHTBAR“ finden Sie Gespräche mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Dort kommen Menschen mit Behinderung zu Wort, weil die Autoren mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten.

So will ich leben

(C) Bild Jutta Hajek

So will ich leben

Das Rollo im Schlafzimmer war neulich abends noch oben – warum auch immer. Sonst fährt es runter, wenn es dämmert. Draußen peitschte das Wasser aus tiefschwarzen Wolkenbergen. Die Straßenlampe verströmte mattoranges Licht, das der Regen aufsog und nahezu verschluckte. So groß waren die Tropfen, dass sie noch einmal hochsprangen, nachdem sie auf den Asphalt geprallt waren. Sie sammelten sich im Rinnstein und ihr kräftiger Strom strebte dem Ablauf zu. Pappeln und Birken auf der anderen Straßenseite winkten mit ihren langen Armen so heftig im Wind, als würden sie gleich ihre Balance verlieren und sich zu den anderen Bäumen legen, die nun wilden Tieren Unterschlupf boten. Ich starrte in die Nacht, hob die Augen zu den Wolken, die quollen, wogten, weiterflogen.

War dahinter ein heller Fleck?

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„Etwas zurückgeben“

Christof Müller bei der Premierenlesung im Felsenkeller des Zauberbergs in Kelkheim. Foto: Ch. Busch
Christof Müller bei der Premierenlesung:
„Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten.
Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann“
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2019 im bene! Verlag von Droemer Knaur erschienen. Foto: Ch. Busch

Christof Müller (52) ist blind – und unterrichtet als Lehrer an einem ganz normalen Gymnasium.

Ein Sozialprotokoll von Jutta Hajek aus Publik-Forum 21/2020 vom 6.11.2020