Der Wald – mein Sehnsuchtsort


Der Wald lässt aufatmen, zu sich selbst, zur Ruhe kommen

Mmmmmh – der Wald. Wenn ich an den Wald denke, gerate ich ins Schwärmen, dann schlägt mein Herz schneller. Ich denke an das Rascheln heruntergefallener Blätter, durch die ich genussvoll schlurfe im Herbst, an den feuchten Geruch von Pilzen, die aus der Erde sprießen. Die kahle Kargheit im Winter, wenn der Wald sich in sich selbst zurückzieht. Den Raureif auf den Zweigen, die Eiskristalle, die im Morgenlicht funkeln. Die Blattspitzen im Frühling, die sich innerhalb weniger Stunden entrollen und ihr durchsichtiges Grün der Sonne entgegenstrecken. Die Kühle, die der Wald ausströmt im Sommer, den schützenden Schirm, den er über seine Besucher breitet.

Weiterlesen

„Etwas zurückgeben“

Christof Müller bei der Premierenlesung im Felsenkeller des Zauberbergs in Kelkheim. Foto: Ch. Busch
Christof Müller bei der Premierenlesung:
„Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten.
Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann“
.

2019 im bene! Verlag von Droemer Knaur erschienen. Foto: Ch. Busch

Christof Müller (52) ist blind – und unterrichtet als Lehrer an einem ganz normalen Gymnasium.

Ein Sozialprotokoll von Jutta Hajek aus Publik-Forum 21/2020 vom 6.11.2020