Der Wald – mein Sehnsuchtsort


Der Wald lässt aufatmen, zu sich selbst, zur Ruhe kommen

Mmmmmh – der Wald. Wenn ich an den Wald denke, gerate ich ins Schwärmen, dann schlägt mein Herz schneller. Ich denke an das Rascheln heruntergefallener Blätter, durch die ich genussvoll schlurfe im Herbst, an den feuchten Geruch von Pilzen, die aus der Erde sprießen. Die kahle Kargheit im Winter, wenn der Wald sich in sich selbst zurückzieht. Den Raureif auf den Zweigen, die Eiskristalle, die im Morgenlicht funkeln. Die Blattspitzen im Frühling, die sich innerhalb weniger Stunden entrollen und ihr durchsichtiges Grün der Sonne entgegenstrecken. Die Kühle, die der Wald ausströmt im Sommer, den schützenden Schirm, den er über seine Besucher breitet.

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Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten

Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mein Buch ist 2019 im bene! Verlag von Droemer Knaur erschienen.

Ich lade Sie herzlich ein zu meiner Neujahrslesung am
Sonntag, den 26. Januar 2020 um 16 Uhr in der Alten Kirche Hornau, Rotlintallee 10, 65779 Kelkheim!

Das Buch ist auch in Punktschrift im Blindenschrift-Verlag Pauline von Mallinckrodt in Bonn zu bestellen (PN, E-Mail info@pader-braille.de oder Tel. +49 (0) 228 559 49 20 ). Außerdem ist es als Hörbuch über die Katholische Blindenbücherei Bonn für sehbehinderte, blinde und lesebehinderte Menschen, die Mitglied in einer Hörbücherei sind, kostenlos auszuleihen (Tel: 0228 – 55 94 9 – 0).

Lesungstermine hier

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Glauben wie Hiob

Schwester Agnes besucht Kinder mit Behinderung

Schwester Agnes besucht Kinder mit Behinderung (Foto privat)

Anna Schmid, 92, die in Wirklichkeit anders heißt, kehrte nach 20 Jahren dem Orden der Pallottinerinnen den Rücken, obwohl sie ihre Arbeit bei den Ärmsten in Südafrika liebte. Annehmen, was Gott schickt, hilft ihr. Von Jutta Hajek.

Bei unserer Ankunft sitzt sie am Bett eines Herrn im ersten Stock. Er ist geistig hellwach, kann aber nicht mehr aufstehen, keinen Finger mehr selbst bewegen. Anna Schmid hört ihm zu und spricht mit ihm. Sie begrüßt uns, verabschiedet sich vom Gesprächspartner, packt ihren Rollator und schiebt ihn zum Aufzug. In ihrem Zimmer im zweiten Stock des Seniorenheims setzen wir uns an den Tisch. Die Nachmittagssonne erhellt den Raum, in dem zwei Betten stehen. Das Fenster ist gekippt, damit sie atmen kann. „Ich wäre heute noch in Südafrika, wenn Papa nicht krank geworden wäre. Meine Mutter lebte nicht mehr, meine Schwestern hatten Familie. Also kehrte ich 1970 nach Deutschland zurück“, beginnt sie die Reise in die Vergangenheit. Weiterlesen