Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten

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Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist mir eine Freude, mein neues Buch anzukündigen, das am 20. August 2019 im bene! Verlag von Droemer Knaur erscheint.

Die erste Lesung findet am

14. September 2019 um 20 Uhr im Felsenkeller im Zauberberg, Robert-Koch-Straße 120, in 65779 Kelkheim-Ruppertshain statt.

Hier ein kleiner Vorgeschmack aus der Herbstvorschau des bene! Verlags:

Maria Müller ist bei ihrer Geburt fast blind. Als während des Zweiten Weltkriegs zwei Männer der Gestapo zum Hof der Familie kommen, um sie abzuholen, kann sie gerade noch fliehen. So entgeht sie dem Schicksal vieler anderer Menschen mit einer Behinderung oder einer psychischen Erkrankung, die nach Hadamar gebracht und dort ermordet werden, weil ihr Leben als »unwert« gilt. Marias Einschränkung hält sie nicht davon ab, sich ins Leben zu stürzen: In der Handelsschule verstößt sie gegen sämtliche Regeln, bekommt trotzdem ihren Abschluss, ergattert einen gefragten Job, baut ein selbst entworfenes Haus und trifft Josef – die Liebe ihres Lebens.

Ihre Kinder, Stefan und Christof, werden ebenfalls fast blind geboren. Doch haben sie zum Glück nicht nur den Gendefekt, sondern auch den unbedingten Lebensmut ihrer Eltern geerbt – was sie ebenso eindrucksvoll unter Beweis stellen. Stefan wird als erster Blinder in Deutschland zum Priester geweiht. Sein Bruder Christof studiert ebenfalls Theologie – allerdings nicht, um Pfarrer zu werden, sondern um Religionsunterricht zu geben.

Glaube ist die Kraftquelle, die ihnen hilft, die Steine auf ihrem Lebensweg aus dem Weg zu räumen – ohne diejenigen zu verurteilen, die sie ihnen vor die Füße werfen.

Jutta Hajek erzählt die bewegende Geschichte einer Familie, die der lebende Beweis dafür ist, dass man jedes Hindernis im Leben bewältigen kann – mit starkem Willen und Gottvertrauen.

Glauben wie Hiob

Schwester Agnes besucht Kinder mit Behinderung

Schwester Agnes besucht Kinder mit Behinderung (Foto privat)

Anna Schmid, 92, die in Wirklichkeit anders heißt, kehrte nach 20 Jahren dem Orden der Pallottinerinnen den Rücken, obwohl sie ihre Arbeit bei den Ärmsten in Südafrika liebte. Annehmen, was Gott schickt, hilft ihr. Von Jutta Hajek.

Bei unserer Ankunft sitzt sie am Bett eines Herrn im ersten Stock. Er ist geistig hellwach, kann aber nicht mehr aufstehen, keinen Finger mehr selbst bewegen. Anna Schmid hört ihm zu und spricht mit ihm. Sie begrüßt uns, verabschiedet sich vom Gesprächspartner, packt ihren Rollator und schiebt ihn zum Aufzug. In ihrem Zimmer im zweiten Stock des Seniorenheims setzen wir uns an den Tisch. Die Nachmittagssonne erhellt den Raum, in dem zwei Betten stehen. Das Fenster ist gekippt, damit sie atmen kann. „Ich wäre heute noch in Südafrika, wenn Papa nicht krank geworden wäre. Meine Mutter lebte nicht mehr, meine Schwestern hatten Familie. Also kehrte ich 1970 nach Deutschland zurück“, beginnt sie die Reise in die Vergangenheit. Weiterlesen