„Der Marathon-Pater“

Der Countdown läuft! Noch vor Ostern 2021 wird es überall zu haben sein, das Buch „Der Marathon-Pater. 60 000 Kilometer gegen die Armut“, an dem Jutta Hajek als Co-Autorin mitgewirkt hat. Es erscheint am 01. April 2021 im bene! Verlag von Droemer Knaur.

Schon über 100 Marathon- und Ultraläufe hat Pater Tobias Breer absolviert. Darunter die „Big Five“: Boston, London, Berlin, Chicago, New York. 172 Kilometer lief er durch die Wüste des Oman. Beim Laufen macht er intensive Glaubenserfahrungen und bewegt dabei viel mehr als nur sich selbst: Mit jedem Kilometer, den er bei Wettkämpfen zurücklegt, sammelt er Spenden für bedürftige Menschen im Duisburger Norden. Die inspirierende Geschichte eines Priesters und Marathonläufers, die ganz nebenbei vermittelt, worum es im Glauben wirklich geht.

„Laufen ist für mich mehr als Sport. Laufen ist pure Leidenschaft.“

„Das Laufen gibt mir Kraft. Wenn ich unterwegs bin, habe ich Zeit für mich: zum Nachdenken, aber vor allem zum Gebet. Ich glaube, dass Gott die Liebe ist und dass er möchte, dass wir den Menschen diese Liebe vorleben.“

„Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher. Wie viel Armut, wie viel Verlassensein hält ein Mensch aus? Je länger ich hier lebe, umso weniger kann ich die Augen vor dem verschließen, was ich sehe. Mir ist klar: Beten reicht nicht. Jesus hat es auch nicht beim Beten bewenden lassen, sondern gehandelt. Er hat Wasser in Wein verwandelt, Brote und Fische vermehrt, Menschen geheilt und ermutigt. Was würde Jesus tun?

Mein Adrenalinspiegel steigt, je näher das Ereignis rückt, denn der Oman Desert Marathon ist das Extremste, was ich mir bisher zugemutet habe: 172 Kilometer an sechs Tagen. Bei mörderischer Hitze führt der Lauf mitten durch eine riesige Wüste.

Eigentlich kann ich längst nicht mehr weiter, doch irgendwie habe ich das Gefühl, der Himmel feuert mich an: Du schaffst das! Durchhalten! Mit einem letzten großen Einsatz aller verfügbaren Kraftreserven gelingt es mir, die Düne zu erklimmen. Weiter, nur weiter. Als ich oben bin, richte ich mich auf, und dann sehe ich es: das Meer. Türkisgrün wie ein Smaragd leuchtet es vor mir, viel beeindruckender als in meinen Träumen. Ich halte inne, stehe einen Moment lang da und schaue hinunter. Das Helle des Himmels geht am Horizont ins unendlich weite Arabische Meer über. Was ich mir monatelang vorgestellt habe, ist Wirklichkeit geworden …Ich spüre, wie sich meine Augen mit Tränen füllen. Mit dem Handrücken wische ich sie ab, denn zum Weinen bleibt keine Zeit. Auch der letzte Kilometer will gemeistert werden. An Laufen ist nicht mehr zu denken, langsam stolpere ich bergab, setze mühsam einen Fuß vor den anderen. Von hier oben sehe ich die Ordner am Zieleinlauf, sie erwarten mich und die anderen. Die letzten Meter geht es weiter leicht bergab. Und jetzt kehren auch Kräfte zurück, die ich nicht mehr erwartet hatte …

Ebenfalls ein berührendes Leseerlebnis ist das Buchdebüt der Autorin Jutta Hajek:
Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten.
Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann.

Nachlese Frankfurter Buchmesse 2019

Vorstellung meines Buches „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“ mit bene! Verlagsleiter am Mittwoch, 16.10.19 am Droemer Knaur Stand 3.1 E89, Foto: Brina Stein
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Beim Laufen Gott begegnen

Dr. Frank Hofmann

Gemeinsam mit Pastor Rolf-Dieter Seemann von der Hamburger Hauptkirche St. Petri bietet Frank Hofmann, Chefredakteur der Laufzeitschrift Runner‘s World, seit vergangenem Jahr spirituelle Laufkurse an. Laufen in der Natur kann den Menschen seinem Schöpfer näher bringen, weiß er. Jutta Hajek hat ihn in seinem „Hamburger Paradies“, dem Jenisch-Park getroffen.

Pünktlich um 19 Uhr erscheint Frank Hofmann am Bahnhof Klein-Flottbek im Westen Hamburgs. Braune Augen schauen freundlich aus dem wettergegerbten Gesicht. Ein fester Händedruck. Wir werfen den Rucksack in sein Auto und traben los. Dreißig Grad warm ist es an diesem Dienstag. Bäume säumen den Jenisch-Park mit seinen weiten Wiesen, auf denen Jugendliche in der Abendsonne liegen und Kinder spielen. Grillen zirpen im trockenen Gras. Am Rand des nach englischem Vorbild angelegten 42 Hektar großen Parks leuchtet das Jenisch-Haus aus dem 19. Jahrhundert. Hier läuft der Marathonläufer und Triathlet sechsmal die Woche, begleitet vom Vaterunser und anderen geistlichen Impulsen. Wenn sich der Laufrhythmus dann von selbst einstellt, die Schatten der Bäume vorbeifliegen, das Licht der aufgehenden Sonne wärmt, der Blick hinunter auf die Elbe das Bewusstsein weitet, öffnet sich das Herz für Gott. Weiterlesen