Impressionen von der SAND-FESTIVAL-Lesung am 31.08.2021 in Frankfurt/Main-Schwanheim

Die Versorgung klappt prima. Der Beeren-Cocktail war superlecker – merci!

„Ein anregender Abend!“
„Was Sie erzählt haben, hat mir Mut gemacht!“
(Schwanheimer Gäste)

Ich freue mich, dass unsere Gäste den Abend genossen haben, besonders auch über die Rückmeldungen zu Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten. Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann und die tiefschürfenden Gespräche nach der Lesung. Danke an Hans-Peter Labonte und sein Team der katholischen Pfarrei Sankt Jakobus für die Organisation: das zauberhafte Ambiente – wie am Strand -, die hervorragende Technik, die leckeren Cocktails. Der Vorschlag, mit dem Buch Der Marathon-Pater. 60 000 Kilometer gegen die Armut wiederzukommen, ist das schönste Kompliment. Auf ein Wiedersehen!
Jutta Hajek

Ein blinder Lehrer erzählt – „Allen war schnell klar: Blind ist nicht gleich blöd.“

Foto: Christiane Busch

2019 erschien im bene! Verlag ein Buch mit dem Titel „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“, geschrieben von Jutta Hajek. Sie portraitiert darin Familie Müller, in der nicht nur der Vater und die Mutter, sondern auch die beiden Söhne augenkrank und blind sind. Heute arbeiten die beiden Kinder erfolgreich als Lehrer bzw. Priester, doch auf dem langen Weg dorthin hatte die Familie viele Hürden zu meistern. Über die Geschichte der Familie redet Constantin Sträter SICHTBAR – Der Podcast mit Christof Müller, einem der beiden Söhne der Familie.

Wenn Sie diese außergewöhnliche Familie kennenlernen möchten, können Sie das am 19. August ab 19:30 Uhr bei einer Lesung im Alten Wasserschloss in 65719 Hofheim am Taunus. Genaue Infos finden Sie hier.

Das Buch wurde von der Deutschen Katholischen Blindenbücherei auch als Hörbuch vertont und ist im Medibus-Netzwerk abrufbar.

Im Podcast „SICHTBAR“ finden Sie Gespräche mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Dort kommen Menschen mit Behinderung zu Wort, weil die Autoren mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten.

„Der Marathon-Pater“

Der Countdown läuft! Noch vor Ostern 2021 wird es überall zu haben sein, das Buch „Der Marathon-Pater. 60 000 Kilometer gegen die Armut“, an dem Jutta Hajek als Co-Autorin mitgewirkt hat. Es erscheint am 01. April 2021 im bene! Verlag von Droemer Knaur.

Schon über 100 Marathon- und Ultraläufe hat Pater Tobias Breer absolviert. Darunter die „Big Five“: Boston, London, Berlin, Chicago, New York. 172 Kilometer lief er durch die Wüste des Oman. Beim Laufen macht er intensive Glaubenserfahrungen und bewegt dabei viel mehr als nur sich selbst: Mit jedem Kilometer, den er bei Wettkämpfen zurücklegt, sammelt er Spenden für bedürftige Menschen im Duisburger Norden. Die inspirierende Geschichte eines Priesters und Marathonläufers, die ganz nebenbei vermittelt, worum es im Glauben wirklich geht.

„Laufen ist für mich mehr als Sport. Laufen ist pure Leidenschaft.“

„Das Laufen gibt mir Kraft. Wenn ich unterwegs bin, habe ich Zeit für mich: zum Nachdenken, aber vor allem zum Gebet. Ich glaube, dass Gott die Liebe ist und dass er möchte, dass wir den Menschen diese Liebe vorleben.“

„Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher. Wie viel Armut, wie viel Verlassensein hält ein Mensch aus? Je länger ich hier lebe, umso weniger kann ich die Augen vor dem verschließen, was ich sehe. Mir ist klar: Beten reicht nicht. Jesus hat es auch nicht beim Beten bewenden lassen, sondern gehandelt. Er hat Wasser in Wein verwandelt, Brote und Fische vermehrt, Menschen geheilt und ermutigt. Was würde Jesus tun?

Mein Adrenalinspiegel steigt, je näher das Ereignis rückt, denn der Oman Desert Marathon ist das Extremste, was ich mir bisher zugemutet habe: 172 Kilometer an sechs Tagen. Bei mörderischer Hitze führt der Lauf mitten durch eine riesige Wüste.

Eigentlich kann ich längst nicht mehr weiter, doch irgendwie habe ich das Gefühl, der Himmel feuert mich an: Du schaffst das! Durchhalten! Mit einem letzten großen Einsatz aller verfügbaren Kraftreserven gelingt es mir, die Düne zu erklimmen. Weiter, nur weiter. Als ich oben bin, richte ich mich auf, und dann sehe ich es: das Meer. Türkisgrün wie ein Smaragd leuchtet es vor mir, viel beeindruckender als in meinen Träumen. Ich halte inne, stehe einen Moment lang da und schaue hinunter. Das Helle des Himmels geht am Horizont ins unendlich weite Arabische Meer über. Was ich mir monatelang vorgestellt habe, ist Wirklichkeit geworden …Ich spüre, wie sich meine Augen mit Tränen füllen. Mit dem Handrücken wische ich sie ab, denn zum Weinen bleibt keine Zeit. Auch der letzte Kilometer will gemeistert werden. An Laufen ist nicht mehr zu denken, langsam stolpere ich bergab, setze mühsam einen Fuß vor den anderen. Von hier oben sehe ich die Ordner am Zieleinlauf, sie erwarten mich und die anderen. Die letzten Meter geht es weiter leicht bergab. Und jetzt kehren auch Kräfte zurück, die ich nicht mehr erwartet hatte …

Ebenfalls ein berührendes Leseerlebnis ist das Buchdebüt der Autorin Jutta Hajek:
Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten.
Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann.