Apfellandlesung Juni 2021

Die erste Lesung in der Reihe „Literatur on Tour“ des Kulturreferats der Stadt Kelkheim – und das im Juni! Wie wir uns freuen, dass endlich wieder was geht …
So empfanden offenbar viele, denn am 27.6.2021 Nachmittag saßen weit über hundert Gäste beisammen in Schäfer Jakobs Apfelland, einen gespritzten Äppler in der Hand.

Ein herrlicher Nachmittag zwischen Apfelbäumen mit Geschichten aus dem Buch „Der Marathon-Pater. 60 000 Kilometer gegen die Armut“ und Melodien vom Akkordeon mit Vassily Dück.

Das neue Werk geht ums Laufen, doch da steckt noch viel mehr darin: Es erzählt von Gemeinschaft – wie wir uns gegenseitig tragen und das Leben leichter und heller machen können.

Die Bücher der Kelkheimer Autorin Jutta Hajek vermitteln Hoffnung und schenken Orientierung, so der Kelkheimer Bürgermeister Albrecht Kündiger in seinem Begrüßungswort. Beeindruckt zeigte er sich auch vom Buch über eine blinde Eppsteiner Familie „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten …“, das 2019 ebenfalls im bene! Verlag von Droemer Knaur erschienen ist.


„Der Marathon-Pater“, das aktuelle Buch, das Jutta Hajek als Co-Autorin mit Pater Tobias Breer geschrieben hat, wird der Bürgermeister mit in den Urlaub nehmen.

Danke an alle, die da waren! Es war eine Freude, Sie zu unterhalten!
Alle Fotos in diesem Beitrag stammen von Christiane Busch.

Informationen über weitere Lesungen mit Jutta Hajek finden Sie hier: Termine | Jutta Hajek Autorin

Glauben wie Hiob

Schwester Agnes besucht Kinder mit Behinderung

Schwester Agnes besucht Kinder mit Behinderung (Foto privat)

Anna Schmid, 92, die in Wirklichkeit anders heißt, kehrte nach 20 Jahren dem Orden der Pallottinerinnen den Rücken, obwohl sie ihre Arbeit bei den Ärmsten in Südafrika liebte. Annehmen, was Gott schickt, hilft ihr. Von Jutta Hajek.

Bei unserer Ankunft sitzt sie am Bett eines Herrn im ersten Stock. Er ist geistig hellwach, kann aber nicht mehr aufstehen, keinen Finger mehr selbst bewegen. Anna Schmid hört ihm zu und spricht mit ihm. Sie begrüßt uns, verabschiedet sich vom Gesprächspartner, packt ihren Rollator und schiebt ihn zum Aufzug. In ihrem Zimmer im zweiten Stock des Seniorenheims setzen wir uns an den Tisch. Die Nachmittagssonne erhellt den Raum, in dem zwei Betten stehen. Das Fenster ist gekippt, damit sie atmen kann. „Ich wäre heute noch in Südafrika, wenn Papa nicht krank geworden wäre. Meine Mutter lebte nicht mehr, meine Schwestern hatten Familie. Also kehrte ich 1970 nach Deutschland zurück“, beginnt sie die Reise in die Vergangenheit. Weiterlesen