Eine Lesung vor Straßenkindern in Mumbai

Die Kelkheimer Autorin Jutta Hajek las am 22.02.2020 mit ihrer Tochter Annika in einem Straßenkindercafé in Mumbai aus ihrem Buch „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“.

Amins Team im „Bombay to Barcelona Library Café“

Die Welt ist ein Dorf und die Verbindung zwischen Kelkheim und Mumbai, das bis 1996 Bombay hieß, eng und gut. Seit die Kelkheimer Übersetzerin und Autorin Jutta Hajek 2015 Amin Sheikhs Autobiografie „Ich war ein Junge auf den Straßen von Bombay“ ins Deutsche übersetzte, hat sie den Kontakt gehalten. Sie fieberte mit, als Amin Räume suchte, um seinen großen Traum zu erfüllen, ein Café zu gründen, in dem Straßenkinder Arbeit, Essen und Familienanschluss finden.

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Amin Sheikh im „Bombay to Barcelona Library Café“

Es war für den 39-Jährigen nicht leicht, denn die Mieten in Mumbai sind – wie er sagt – „so hoch wie auf dem Mond“. Ende Oktober 2019 ist es gelungen: Das „Bombay to Barcelona Library Café“ eröffnete im Stadtteil Marol. Jutta Hajek hat Amin Sheikh und sein Team dort mit ihrer Tochter Annika besucht und ihr erstes Buch einem begeisterten Publikum vorgestellt: „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten. Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann“.

„Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten. Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann“ steht nun im Bücherregal des Straßenkinder-Cafés.

Wie konnte das gehen, wo das 2019 erschienene Erstlingswerk doch noch nicht auf Englisch erschienen ist? Die Autorin übertrug mehrere Kapitel ins Englische, las sie im Wechsel mit ihrer Tochter vor, zeigte Fotos der Familie, um die es im Buch geht und erzählte, wie sie auf die Idee kam, diese faszinierende Geschichte aufzuschreiben.

„Besonders gut fand ich, wie lebendig die Charaktere aus dem Buch wurden und wie viel wir zum Hintergrund erfahren haben“, lobte Afrid Patel aus dem Publikum. Eine andere Zuhörerin bat um das Mikrofon und bedankte sich bei den Kelkheimerinnen für die ermutigende und inspirierende Buchvorstellung.

Amin Sheikh vor dem Café mit seinem Sohn Jaan.
Sie bauen auf Ihre Unterstützung. Das Café ist momentan geschlossen, doch die Miete läuft weiter.

Zum Schluss halten alle Liedblätter in der Hand und singen gemeinsam „Heal the world, make it a better place …“ von Michael Jackson. Die Sonne ist inzwischen untergegangen, doch im Café ist es ganz hell. Strahlend machen die Gäste sich auf den Heimweg, nicht ohne vorher die köstlichen Pasta mit der „Pink Sauce“ und einen „Café Bonbon“ probiert zu haben – eine Spezialität aus Barcelona, wo Amins Frau Sara herstammt. Viele wollen wiederkommen, denn dieses Café ist ein Ort mit einer freundlichen Atmosphäre, in dem ausschließlich ehemalige Straßenkinder arbeiten. Die jungen Leute wären ohne Amin Sheikh und seine Familie heimatlos. Er gibt ihnen ein Zuhause und zeigt, wo es im Leben langgeht: hart arbeiten, andere respektieren, sie höflich, zuvorkommend behandeln und absolut zuverlässig sein.

Der Artikel erschien am 04.03.2020 in den Taunus-Nachrichten.

„Hochachtung vor der Lebensleistung“

Impressionen von der Lesung in Eppstein-Ehlhalten am 06.11.2019

Die Pfarrscheune in Eppstein Ehlhalten war vom Kulturkreis Eppstein e.V. bestens für die Lesung vorbereitet. Foto: Brina Stein

Das Getrappel auf der Treppe hörte am Mittwochabend nicht mehr auf. Die im Halbrund gestellten Stühle waren rasch besetzt, Geplauder erfüllte den Saal. Und dann, pünktlich um 19.30 Uhr, ging es los …

Christof Müller liest von einer Vorlage in Punktschrift vor.
Foto: Jan Hajek

Küsterin Martina Smolorz: „Der Saal des Gemeindehauses war bis zum letzten Platz gefüllt. Einige Leute saßen noch auf der Treppe. Die Autorin stellte Familie Müller in einer sehr liebevollen und herzlichen Weise vor. Es war ein eindrucksvoller und schöner Abend. Ich denke, nach den Äußerungen besonders der fremden Zuhörer, dass sie eine große Hochachtung vor der Lebensleistung dieser Familie haben.“


Horst Winterer, Kulturkreis Eppstein e.V.: „Für uns und unsere Gäste war es ein sehr gelungener Abend mit viel Emotionen und langem Nachklang. Wir zählten ca. 70 Zuhörer. Als Spende können wir 320 € an das Katholische Blindenwerk Hessen überweisen.“

Premierenlesung im Felsenkeller

Lesung im Felsenkeller am 14.9.19 - Christof Müller lauscht der Autorin Jutta Hajek

Lesung im Felsenkeller am 14.9.19 – Christof Müller lauscht den Worten von Jutta Hajek (Foto: Christina Eretier)

Was für ein wunderbarer Abend!! Was für eine gute Stimmung! Meine Familie, Mariechen und Christof Müller dabei, so viele Gäste da, dass der Felsenkeller im Zauberberg fast aus allen Nähten geplatzt wäre.

Danke an alle, die mitgewirkt haben, danke fürs Zuhören, danke für die positiven Rückmeldungen. Wir haben es genossen … und freuen uns auf die nächsten Lesungen!

Buchbloggerin Christiane Busch berichtet von ihren Eindrücken.

Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten

Hervorgehoben

Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mein Buch ist 2019 im bene! Verlag von Droemer Knaur erschienen.

Ich lade Sie herzlich ein zu meiner Neujahrslesung am
Sonntag, den 26. Januar 2020 um 16 Uhr in der Alten Kirche Hornau, Rotlintallee 10, 65779 Kelkheim!

Das Buch ist auch in Punktschrift im Blindenschrift-Verlag Pauline von Mallinckrodt in Bonn zu bestellen (PN, E-Mail info@pader-braille.de oder Tel. +49 (0) 228 559 49 20 ). Außerdem ist es als Hörbuch über die Katholische Blindenbücherei Bonn für sehbehinderte, blinde und lesebehinderte Menschen, die Mitglied in einer Hörbücherei sind, kostenlos auszuleihen (Tel: 0228 – 55 94 9 – 0).

Lesungstermine hier

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Ein Klick genügt

Markus Marte auf dem Balkon seiner Marburger Wohnung

Markus Marte auf dem Balkon seiner Marburger Wohnung

 

Der blinde Amerikaner Daniel Kish entwickelte die Methode des Klick-Sonars, der aktiven Echo-Ortung, um Menschen mit Blindheit oder hochgradiger Sehbehinderung die Orientierung zu erleichtern und mehr Selbständigkeit zu ermöglichen. Was bringt diese Technik im Alltag? Können auch ältere Menschen sie erlernen? Weiterlesen

„Mit Sinn auf der Welt“

dr-hubert-roos-auf-der-terrasse-seines-hauses-in-frankfurt-10

Dr. Hubert Roos

Am 11. November 2016 feierte das Haus der Deutschen Katholischen Blindenbücherei in Bonn sein 30-Jähriges Bestehen. Gebaut wurde es im Auftrag von Hubert Roos – und trägt jetzt auch seinen Namen. Aber wenn schon eine Tafel sein muss, dann bitteschön eine ganz kleine. Bescheidenheit zieht sich durch das Leben des betagten Frankfurters. Dabei hat er vielen blinden Menschen in Deutschland sehr geholfen. Weiterlesen

Lehrer unterrichtet mit Sehbehinderung

Beitrag von RTL Hessen vom 20.07.2016:

http://www.rtl-hessen.de/video/13428/lehrer-unterrichtet-mit-sehbehinderung