Aufbruch

 

fünfzig überlegten sich was für fünfhundert
dabei hatten sie den heiligen geist im
blick der mischt gewaltig mit davon lässt er
sich nicht abhalten herauskommt ein doppelpunkt
statt ein punkt ein anfang statt wir wissen denn
was wissen wir schon wie kirche
hier und jetzt am besten sein kann
die fünfhundert mischen sich gewaltig durch
jeder redet mit jedem erklimmt treppen überwindet gänge
von forum zu forum von stand zu stand von
minestrone zu käsekuchen mit fairtrade kaffee
der endstand der diskussionen hat es in sich
schöpfen aus diesem aufbruch
weitergehen im vertrauen rand und mitte
oben und unten sind nur perspektiven denn
alles gehört zusammen und wir gehen
nicht allein der geist der heilige muss
teil sein dann wächst das zarteste pflänzchen
bricht auf was erstarrt dann sprüht vor tatendrang
was seine liebe bewegt

 

Hintergrund:

Mehr als 500 Katholiken aus Haupt- und Ehrenamt im Bistum Limburg kamen am 11. Juni 2016 in der Hofheimer Stadthalle zusammen, um Ideen zu entwickeln, wie die Kirche von heute und morgen die Botschaft Jesu besser vor Ort zu den Menschen bringen kann. Gemeinsam mit der Bistumsleitung hatte eine Gruppe aus 50 Engagierten die Pastoralwerkstatt vorbereitet. Aus Kelkheim kamen knapp zwanzig TeilnehmerInnen. Der Apostolische Administrator Weihbischof Manfred Grothe und Weihbischof Thomas Löhr nahmen an der Pastoralwerkstatt teil und sagten Unterstützung für die Pfarreien zu. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet und in die synodalen Gremien eingespeist.

Ehrenamtliche leiten Pfarreien

 Jetzt neue Wege gehen

Daniel Rick (rechts) bedankt sich bei Diakon Mathias Wolf aus Oberursel mit einem Eberbacher Kreuz für seine Prozessbeobachtung

Daniel Rick (rechts) bedankt sich bei Diakon Mathias Wolf aus Oberursel  für das Feedback zum Symposium

Das diesjährige internationale Symposium „Praxis Partizipation“ setzte nach den Symposien zu einer lokalen Kirchenentwicklung in Hildesheim (2008 und 2010) und Lingen (2012) das gemeinsame Suchen und Finden von Perspektiven fort, wie heute Kirche sein kann. Die Frage, wie Beteiligung in einer Kirche der Zukunft theologisch inspirierend verstanden und praktisch gelebt werden kann, war dabei von entscheidender Bedeutung. Mehr als 200 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum reisten am 19. November für drei Tage ins Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden an. Weiterlesen

Liebe deinen Nachbarn wie dich selbst

Missio hat den Aufbau von Kleinen Christlichen Gemeinschaften (KCG) in Deutschland initiiert und fördert diesen pastoralen Ansatz seit vielen Jahren. Mit allen Sinnen erfahren, wie KCGs in Indien funktionieren, wollten 17 Christinnen und Christen aus den Bistümern Limburg, Essen und Freiburg. Deshalb machten sie sich Mitte Februar auf den Weg nach Mumbai und Thrissur und kamen zurück mit einem Koffer voller Ideen, wie Kirche in Deutschland lebendiger werden kann. 
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Kirche vor Ort soll lebendig bleiben

Zur Situation der Katholischen Kirche im Bistum Limburg
Ein Artikel von Franz Meister, Pfarrer in Ruhe

1. Die Lage: Nur noch drei katholische Pfarreien gibt es in Wiesbaden, West, Mitte und Ost, zusammengelegt aus ehemals 20 selbständigen Pfarreien, vom früheren Bischof Tebartz-van Elst verfügt. Manche sagen: “Der gesellschaftliche Wandel lässt der Kirche keine andere Wahl, um ihren Dienst an den Menschen auch in Zukunft überzeugend wahrnehmen zu können. Wir haben weniger Priester und auch weniger Gläubige. Unsere Kirchen und Gemeindehäuser sind uns zu groß geworden.“
Mit der Großpfarrei geht aber die Nähe der Seelsorger zu den Gläubigen am Ort und die Gemeinschaft der Gläubigen untereinander verloren. Viele sagen: “Ich fühle mich wie verloren.“ „Ich bin heimatlos geworden“. Weiterlesen

Universal Church- connected in faith across borders by Jacqueline Schlesinger

When our German group left a core group meeting in a parish in Bombay some weeks ago, a young women called: „We know each other just for a very short time, but we will miss you!“

How is it possible, that people from different cultures with different languages feel familiar to each other so soon? Is it because the world is getting closer? Is it because an encounter helps to discover that strangers are not that strange, that talking about daily life shows that sometimes we all struggle with the same problems? Or is it because we are all part of the universal church united in the one, holy, catholic and apostolic church?
But what does “universal” church exactly mean? Weiterlesen