Deutsche helfen Kindern in Nigeria

Chidiebere und Chidinme Obodo (Zwillinge) mit Vater Fidelis und dessen Enkelin. Die Familie lebt zu zehnt in einem kleinen Zimmer

Chidiebere und Chidinme Obodo (Zwillinge) mit Vater Fidelis und dessen Enkelin. Die Familie lebt zu zehnt in einem kleinen Zimmer

Partnerschaftsaktionen für mehr Bildung in Kooperation mit dem Sozialinstitut Obiora Ikes – Ein Besuch in Afrika

Chinaza ist nicht daheim. Sie ist in der Schule. Dort, wo sie lebt, ist das nicht selbstverständlich. Ihr Igbo-Name bedeutet übersetzt „Gott erhört Dein Beten“. Die Igbo sind eines der drei Mehrheitsvölker in Nigeria. Enugu, Chinazas Heimatstadt im Südosten, wird Tor zum Igobland genannt. Chinaza hat fünf Geschwister. Zusammengerollt liegt ein Bruder am Boden der Wellblechhütte auf einem gestreiften Läufer. „Mit fünf wurde er krank, seitdem kann er nicht mehr laufen und bekommt immer wieder Krämpfe“, erzählt die Mutter Pamela Chiwetalu.

Kleider quellen aus einem Koffer auf einer Kommode. An der Wand schillert ein gelber Kopfputz. Ein Fernseher, ein Bett, die Tür steht offen zum Hinterhof. Chinazas Vater blinzelt ins Licht. Seine Augen müssen operiert werden. Er ist Schreiner, kann aber nicht arbeiten, da er kaum noch sieht. Eine Krankenversicherung ist unbezahlbar für die Armen. Eine Mittelschicht gibt es nicht. Weiterlesen