Bülent Ceylan auf der Frankfurter Buchmesse 2021

Ich weiß nicht, ob Ihr’s schon wusstet: Ich bin Bülent-Ceylan-Fan. Sein Humor ist einfach klasse! Am besten finde ich, dass er bei all dem Erfolg ansprechbar geblieben ist. Sein Interview auf dem blauen Sofa war eines meiner Buchmesse-Highlights 2021. Ich habe meiner Schwester zum Geburtstag seine Biografie „Ankommen“ geschenkt. Wir haben uns nach seinem Interview kurz unterhalten und er hat eine persönliche Widmung hineingeschrieben. „Ankommen“ ist ein offenes, sehr emotionales, leicht lesbares Buch, das Ceylan zusammen mit Astrid Herbold geschrieben hat. Er hat von der Zusammenarbeit mit ihr erzählt. Das war schön! Bin happy.

Foto: Susannah V. Vergau. Bülent Ceylan schreibt eine persönliche Widmung in sein Buch „Ankommen“

Das war knapp

Buchauszug: „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“

Die Stiefel knirschen auf dem Sand in der Auffahrt. Zwei Männer. Sie schlagen mit ihren Fäusten an die Haustür und rufen laut: »Aufmachen«.

Die Tante, von den Kindern nur Godi genannt, öffnet die Haustür einen Spalt, schaut misstrauisch auf die Uniformen, bevor sie die Tür ganz öffnet, und kommt zögernd heraus.

»Guten Morgen. Was wollen Sie?«

»Wir kontrollieren.«

»Was denn?«, fragt sie forsch zurück. »Lisa, guck mal, die zwei Herren wollen was kontrollieren«, lacht sie ihrer Schwester entgegen, die inzwischen ebenfalls herausgekommen ist.

»Es wurde Anzeige erstattet, dass hier ein blindes Kind ist.«

Vorsichtig schielt die Godi in Richtung Innenhof, wo Mariechen, die fünfjährige Tochter ihrer Schwester, mit den Nachbarskindern spielt. Mariechen ist nicht blind, nur stark sehbehindert und ihr Liebling, weil sie Godis stotternden Sohn immer in Schutz nimmt.

Mariechen, du sollst nicht lügen, aber du darfst nie sagen, dass du nicht gut siehst. Wenn sie dich holen, sperren sie dich ein.

Wie oft hatten sie das dem Mädchen eingeschärft. Ist es umsonst gewesen? Ist es jetzt soweit?

Die Männer schauen der Tante ins Gesicht, warten auf eine Antwort. Zum Glück drehen sie den spielenden Kindern, die inzwischen mitbekommen haben, dass etwas nicht stimmt und gespannt herüberstarren, den Rücken zu.

Die Godi macht eine unauffällige Handbewegung in Richtung der Kleinen, als wolle sie eine Fliege verscheuchen. Die Männer bemerken es nicht. Die Tante kann nur leise beten, dass Mariechen versteht, was sie ihr sagen will. Wenn sie es denn gesehen hat. Eigentlich kaum möglich, so schlecht, wie ihr Augenlicht ist.

 Doch das Wunder geschieht. Mariechen begreift sofort. Sie schlüpft in ihre Schuhe, die sie zum Spielen ausgezogen hat, und saust zum Hoftor hinaus, so schnell die kleinen Füße sie tragen.

Als sie um die Ecke biegt, hört sie ihre Tante noch sagen: »Also, wenn Sie hier ein blindes Kind finden, dürfen Sie es mitnehmen.«

Buch bestellen: „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“

Weiterlesen

Neujahrslesung in Kelkheim:

Es war eine Freude, 130 Gäste zwei Stunden unterhalten zu dürfen am Sonntagnachmittag in der Alten Kirche Hornau. Danke allen fürs Kommen. Wir hatten eine wunderbare Zeit … Ein paar Auszüge aus E-Mails und Einträgen ins Gästebuch:

„Wunderschöne, emotionale Momente!“
„Eine wunderbare Lesung, die uns sehr berührt hat.“
„Der Nachmittag hat uns Kraft und Zuv
ersicht gegeben.“

„Eine wichtige Arbeit für Menschen, die Umwege gehen, die kämpfen und mit Ungerechtigkeiten umgehen müssen: Stimme geben, Umdenken fördern, Mut machen… Toll.“

„Das gelebte Beispiel von „Mariechen & Christof“ hat uns beeindruckt, gefreut und auch nachdenklich gestimmt.
Es war alles so stimmig arrangiert – ein grosses Kompliment an Dich und alle, die dazu beigetragen haben.“

Vielen herzlichen Dank an das Kulturreferat der Stadt Kelkheim, Dr. Beate Matuschek und Annette Vankov, die diese Veranstaltung ermöglicht haben und an Stadtverordnetenvorsteher Wolf-Dieter Hasler für die Begrüßung.

Marco und Ronja, ein starkes Team

Ein großes Dankeschön den Spendern, auch im Namen des Vereins und der Familie, der die Unterstützung zugute kommt! Die an der Lesung gesammelten knapp 500 Euro gehen an den Verein „Hunde für Handicaps“. Sie fließen in die Ausbildung eines Assistenzhundes für Marco, einen jungen Kelkheimer, der im Rollstuhl sitzt. Wer noch spenden möchte, kann das hier: Ronja und Marco

„Hochachtung vor der Lebensleistung“

Impressionen von der Lesung in Eppstein-Ehlhalten am 06.11.2019

Die Pfarrscheune in Eppstein Ehlhalten war vom Kulturkreis Eppstein e.V. bestens für die Lesung vorbereitet. Foto: Brina Stein

Das Getrappel auf der Treppe hörte am Mittwochabend nicht mehr auf. Die im Halbrund gestellten Stühle waren rasch besetzt, Geplauder erfüllte den Saal. Und dann, pünktlich um 19.30 Uhr, ging es los …

Christof Müller liest von einer Vorlage in Punktschrift vor.
Foto: Jan Hajek

Küsterin Martina Smolorz: „Der Saal des Gemeindehauses war bis zum letzten Platz gefüllt. Einige Leute saßen noch auf der Treppe. Die Autorin stellte Familie Müller in einer sehr liebevollen und herzlichen Weise vor. Es war ein eindrucksvoller und schöner Abend. Ich denke, nach den Äußerungen besonders der fremden Zuhörer, dass sie eine große Hochachtung vor der Lebensleistung dieser Familie haben.“


Horst Winterer, Kulturkreis Eppstein e.V.: „Für uns und unsere Gäste war es ein sehr gelungener Abend mit viel Emotionen und langem Nachklang. Wir zählten ca. 70 Zuhörer. Als Spende können wir 320 € an das Katholische Blindenwerk Hessen überweisen.“

Premierenlesung im Felsenkeller

Lesung im Felsenkeller am 14.9.19 - Christof Müller lauscht der Autorin Jutta Hajek

Lesung im Felsenkeller am 14.9.19 – Christof Müller lauscht den Worten von Jutta Hajek (Foto: Christina Eretier)

Was für ein wunderbarer Abend!! Was für eine gute Stimmung! Meine Familie, Mariechen und Christof Müller dabei, so viele Gäste da, dass der Felsenkeller im Zauberberg fast aus allen Nähten geplatzt wäre.

Danke an alle, die mitgewirkt haben, danke fürs Zuhören, danke für die positiven Rückmeldungen. Wir haben es genossen … und freuen uns auf die nächsten Lesungen!

Buchbloggerin Christiane Busch berichtet von ihren Eindrücken.

Wer zuckt, hat verloren

Denn Sie wissen, was Sie tun
Denn sie wissen, was sie tun von Anja Henningsmeyer
Weiterlesen

Kein Jahr ohne!

 

Titelblatt des Kalenders "Der Andere Advent" 2017/2018

Titelblatt des Kalenders „Der Andere Advent“ 2017/2018

1995 zum ersten Mal in einer Auflage vom 4.000 erschienen, hat der Kalender „Der Andere Advent“ im vergangenen Jahr über 600.000 Leser gefunden. Was ist so besonders an ihm? Weiterlesen

Wahrheit ist Gott

Esther Maria Magnis liest aus ihrem Buch "Gott braucht dich nicht" im Haus am Dom in Frankfurt

Esther Maria Magnis liest aus ihrem Buch „Gott braucht dich nicht“ im Haus am Dom in Frankfurt

… Bitte mach ein Wunder Als die Familie erfährt, dass der Vater Krebs hat, beginnt für die damals 15-Jährige ein Ringen mit Gott. Sie und ihre Geschwister beschließen zu beten … Trotzdem stirbt der Vater nach eineinhalb Jahren. Die Welt stürzt ein für Esther Maria Magnis. Alles ist egal trägt nicht „Ich habe nach dem Tod meines Vaters mit Gott gebrochen“, sagt sie leise. Dann liest sie von einem Gottesdienst- besuch am Ostersonntag, ein Jahr danach … Glaube ist Gnade … Am wichtigsten ist ihr die Erkenntnis, dass es Gott gibt. „Ich bete, dass er mich führt. Ich will mich nicht mehr entfernen von Gott. Es macht keinen Sinn.“
Der Artikel ist im PUR Magazin 07/13 erschienen.

China sehen mit den Augen eines Missionars

Fu SchenfuÜber die Schwierigkeiten, im Reich der Mitte den Glauben zu verbreiten.

Hautnah erzählt das 2012 im österreicher Tyrolia-Verlag erschienene religiöse Kinderbuch die Geschichte des kleinen Josef aus den Südtiroler Dolomiten. Schon als Kind träumt er davon, Missionar zu werden. Er lebt seinen Traum, wird ein „Chinese unter Chinesen“ und trotzt den Widrigkeiten des fremden Landes. Am schwersten fällt ihm, so Maximilian Paulin, sich ganz dem Willen Gottes hinzugeben. Doch er betet darum und es gelingt. Der Steyler Missionar Josef Freinademetz, dessen Leben der Autor nachzeichnet, wurde 2003 heiliggesprochen. Weiterlesen

Ein Macher, der gern querdenkt

Das Buch des Wandels_Horx„Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen“, zitiert der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx in seinem „Buch des Wandels“ den Schweizer Schriftsteller Max Frisch. Horx ist überzeugt, dass der Mensch die Fähigkeit besitzt, mit unerwarteten Ereignissen, Schicksalsschlägen und Verlusten konstruktiv umzugehen. Angst ist für ihn ein schlechter Ratgeber. Weiterlesen