Ein blinder Lehrer erzählt – „Allen war schnell klar: Blind ist nicht gleich blöd.“

Foto: Christiane Busch

2019 erschien im bene! Verlag ein Buch mit dem Titel „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“, geschrieben von Jutta Hajek. Sie portraitiert darin Familie Müller, in der nicht nur der Vater und die Mutter, sondern auch die beiden Söhne augenkrank und blind sind. Heute arbeiten die beiden Kinder erfolgreich als Lehrer bzw. Priester, doch auf dem langen Weg dorthin hatte die Familie viele Hürden zu meistern. Über die Geschichte der Familie redet Constantin Sträter SICHTBAR – Der Podcast mit Christof Müller, einem der beiden Söhne der Familie.

Wenn Sie diese außergewöhnliche Familie kennenlernen möchten, können Sie das am 19. August ab 19:30 Uhr bei einer Lesung im Alten Wasserschloss in 65719 Hofheim am Taunus. Genaue Infos finden Sie hier.

Das Buch wurde von der Deutschen Katholischen Blindenbücherei auch als Hörbuch vertont und ist im Medibus-Netzwerk abrufbar.

Im Podcast „SICHTBAR“ finden Sie Gespräche mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Dort kommen Menschen mit Behinderung zu Wort, weil die Autoren mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten.

„Der Marathon-Pater“

Der Countdown läuft! Noch vor Ostern 2021 wird es überall zu haben sein, das Buch „Der Marathon-Pater. 60 000 Kilometer gegen die Armut“, an dem Jutta Hajek als Co-Autorin mitgewirkt hat. Es erscheint am 01. April 2021 im bene! Verlag von Droemer Knaur.

Schon über 100 Marathon- und Ultraläufe hat Pater Tobias Breer absolviert. Darunter die „Big Five“: Boston, London, Berlin, Chicago, New York. 172 Kilometer lief er durch die Wüste des Oman. Beim Laufen macht er intensive Glaubenserfahrungen und bewegt dabei viel mehr als nur sich selbst: Mit jedem Kilometer, den er bei Wettkämpfen zurücklegt, sammelt er Spenden für bedürftige Menschen im Duisburger Norden. Die inspirierende Geschichte eines Priesters und Marathonläufers, die ganz nebenbei vermittelt, worum es im Glauben wirklich geht.

„Laufen ist für mich mehr als Sport. Laufen ist pure Leidenschaft.“

„Das Laufen gibt mir Kraft. Wenn ich unterwegs bin, habe ich Zeit für mich: zum Nachdenken, aber vor allem zum Gebet. Ich glaube, dass Gott die Liebe ist und dass er möchte, dass wir den Menschen diese Liebe vorleben.“

„Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher. Wie viel Armut, wie viel Verlassensein hält ein Mensch aus? Je länger ich hier lebe, umso weniger kann ich die Augen vor dem verschließen, was ich sehe. Mir ist klar: Beten reicht nicht. Jesus hat es auch nicht beim Beten bewenden lassen, sondern gehandelt. Er hat Wasser in Wein verwandelt, Brote und Fische vermehrt, Menschen geheilt und ermutigt. Was würde Jesus tun?

Mein Adrenalinspiegel steigt, je näher das Ereignis rückt, denn der Oman Desert Marathon ist das Extremste, was ich mir bisher zugemutet habe: 172 Kilometer an sechs Tagen. Bei mörderischer Hitze führt der Lauf mitten durch eine riesige Wüste.

Eigentlich kann ich längst nicht mehr weiter, doch irgendwie habe ich das Gefühl, der Himmel feuert mich an: Du schaffst das! Durchhalten! Mit einem letzten großen Einsatz aller verfügbaren Kraftreserven gelingt es mir, die Düne zu erklimmen. Weiter, nur weiter. Als ich oben bin, richte ich mich auf, und dann sehe ich es: das Meer. Türkisgrün wie ein Smaragd leuchtet es vor mir, viel beeindruckender als in meinen Träumen. Ich halte inne, stehe einen Moment lang da und schaue hinunter. Das Helle des Himmels geht am Horizont ins unendlich weite Arabische Meer über. Was ich mir monatelang vorgestellt habe, ist Wirklichkeit geworden …Ich spüre, wie sich meine Augen mit Tränen füllen. Mit dem Handrücken wische ich sie ab, denn zum Weinen bleibt keine Zeit. Auch der letzte Kilometer will gemeistert werden. An Laufen ist nicht mehr zu denken, langsam stolpere ich bergab, setze mühsam einen Fuß vor den anderen. Von hier oben sehe ich die Ordner am Zieleinlauf, sie erwarten mich und die anderen. Die letzten Meter geht es weiter leicht bergab. Und jetzt kehren auch Kräfte zurück, die ich nicht mehr erwartet hatte …

Ebenfalls ein berührendes Leseerlebnis ist das Buchdebüt der Autorin Jutta Hajek:
Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten.
Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann.

„Etwas zurückgeben“

Christof Müller bei der Premierenlesung im Felsenkeller des Zauberbergs in Kelkheim. Foto: Ch. Busch
Christof Müller bei der Premierenlesung:
„Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten.
Eine blinde Familie beweist, dass man jedes Hindernis überwinden kann“
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2019 im bene! Verlag von Droemer Knaur erschienen. Foto: Ch. Busch

Christof Müller (52) ist blind – und unterrichtet als Lehrer an einem ganz normalen Gymnasium.

Ein Sozialprotokoll von Jutta Hajek aus Publik-Forum 21/2020 vom 6.11.2020

„Hochachtung vor der Lebensleistung“

Impressionen von der Lesung in Eppstein-Ehlhalten am 06.11.2019

Die Pfarrscheune in Eppstein Ehlhalten war vom Kulturkreis Eppstein e.V. bestens für die Lesung vorbereitet. Foto: Brina Stein

Das Getrappel auf der Treppe hörte am Mittwochabend nicht mehr auf. Die im Halbrund gestellten Stühle waren rasch besetzt, Geplauder erfüllte den Saal. Und dann, pünktlich um 19.30 Uhr, ging es los …

Christof Müller liest von einer Vorlage in Punktschrift vor.
Foto: Jan Hajek

Küsterin Martina Smolorz: „Der Saal des Gemeindehauses war bis zum letzten Platz gefüllt. Einige Leute saßen noch auf der Treppe. Die Autorin stellte Familie Müller in einer sehr liebevollen und herzlichen Weise vor. Es war ein eindrucksvoller und schöner Abend. Ich denke, nach den Äußerungen besonders der fremden Zuhörer, dass sie eine große Hochachtung vor der Lebensleistung dieser Familie haben.“


Horst Winterer, Kulturkreis Eppstein e.V.: „Für uns und unsere Gäste war es ein sehr gelungener Abend mit viel Emotionen und langem Nachklang. Wir zählten ca. 70 Zuhörer. Als Spende können wir 320 € an das Katholische Blindenwerk Hessen überweisen.“

Nachlese Frankfurter Buchmesse 2019

Vorstellung meines Buches „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“ mit bene! Verlagsleiter am Mittwoch, 16.10.19 am Droemer Knaur Stand 3.1 E89, Foto: Brina Stein
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Premierenlesung im Felsenkeller

Lesung im Felsenkeller am 14.9.19 - Christof Müller lauscht der Autorin Jutta Hajek

Lesung im Felsenkeller am 14.9.19 – Christof Müller lauscht den Worten von Jutta Hajek (Foto: Christina Eretier)

Was für ein wunderbarer Abend!! Was für eine gute Stimmung! Meine Familie, Mariechen und Christof Müller dabei, so viele Gäste da, dass der Felsenkeller im Zauberberg fast aus allen Nähten geplatzt wäre.

Danke an alle, die mitgewirkt haben, danke fürs Zuhören, danke für die positiven Rückmeldungen. Wir haben es genossen … und freuen uns auf die nächsten Lesungen!

Buchbloggerin Christiane Busch berichtet von ihren Eindrücken.

Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten

Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mein Buch ist 2019 im bene! Verlag von Droemer Knaur erschienen.

Ich lade Sie herzlich ein zu meiner Neujahrslesung am
Sonntag, den 26. Januar 2020 um 16 Uhr in der Alten Kirche Hornau, Rotlintallee 10, 65779 Kelkheim!

Das Buch ist auch in Punktschrift im Blindenschrift-Verlag Pauline von Mallinckrodt in Bonn zu bestellen (PN, E-Mail info@pader-braille.de oder Tel. +49 (0) 228 559 49 20 ). Außerdem ist es als Hörbuch über die Katholische Blindenbücherei Bonn für sehbehinderte, blinde und lesebehinderte Menschen, die Mitglied in einer Hörbücherei sind, kostenlos auszuleihen (Tel: 0228 – 55 94 9 – 0).

Lesungstermine hier

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„Indien verzeichnet wirtschaftliches Wachstum, allerdings ohne Armutsminderung“

Mit dem Welttag der Armen will Papst Franziskus „die Gläubigen anspornen, damit sie der Wegwerfkultur und der Kultur des Überflusses eine wahre Kultur der Begegnung entgegenstellen“. Die beiden Hilfswerke Adveniat und MISEREOR haben auf den verschiedenen Kontinenten Menschen interviewt, die sich mit ihrem Leben für die Armen einsetzen. Im folgenden Gespräch äußert sich der indische Befreiungstheologe Felix Wilfred zur Situation in Indien.

Interview von Ralph Allgaier mit Felix Wilfred bei Misereor e.V.

Ins Deutsche übertragen von Jutta Hajek.

 

Kein Jahr ohne!

 

Titelblatt des Kalenders "Der Andere Advent" 2017/2018

Titelblatt des Kalenders „Der Andere Advent“ 2017/2018

1995 zum ersten Mal in einer Auflage vom 4.000 erschienen, hat der Kalender „Der Andere Advent“ im vergangenen Jahr über 600.000 Leser gefunden. Was ist so besonders an ihm? Weiterlesen

Wie Kochen Flüchtlingen helfen kann

HR-Moderator Thomas Ranft und Rafik Schami sprechen über Suppen für SyrienDer syrisch-deutsche Autor Rafik Schami spricht auf der Frankfurter Buchmesse mit HR-Moderator Thomas Ranft über Gastfreundschaft und wie die Dünnhäutigkeit von Diktatoren ihr schadet, über das Kochen und wie es Flüchtlingen helfen kann und über seine Heimat Syrien. Weiterlesen