Kleine Christliche Gemeinschaften

Foto: missio

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Kirche vor Ort leben – Kleine Christliche Gemeinschaften
als konkrete Ausdrucksform lokaler Kirchenentwicklung

„Kleine Christliche Gemeinschaften“ …
• sind sozialräumlich organisierte Gruppen, die sich als Kirche vor Ort verstehen.
• versuchen, die Kirchenvision des II. Vatikanischen Konzils zu verwirklichen, in der jede/r Getaufte Träger/in des Hl. Geistes und als Teil dieser Kirche gerufen, begabt und beteiligt ist.
• ermöglichen im BibelTeilen eine lebendige Erfahrung der Gegenwart Gottes, aus der heraus Gemeinschaft wächst.
• übernehmen konkrete Aufgaben in ihrer Pfarrei und ihrem Lebensumfeld, sodass sie „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ ihrer Mitmenschen teilen und auf Not und Herausforderung antworten.
• verknüpfen tägliches Leben und gelebten Glauben.

Eine „Kleine Christliche Gemeinschaft“ (KCG) hat vier Merkmale:
1. Eine KCG besteht aus Menschen, die einen gemeinsamen Beziehungsraum teilen. („Nachbarschaft“)
2. Eine KCG nimmt die Bedürfnisse und Nöte der Menschen in ihrem Umfeld wahr und entdeckt darin den Anruf Jesu. („Sendung“)
3. Eine KCG ist eingebunden in das Kirche-Sein der Ortskirche.
Sie ist keine Privatinitiative, sondern verbunden mit der gesamten Kirche. („Kirche“)
4. Eine KCG wächst immer neu aus dem lebendigen Wort Gottes, das sich ihr besonders im BibelTeilen erschließt. („Spiritualität“)

Wenn eine „Kleine Christliche Gemeinschaft“ so lebt, wird das Wort aus dem Johannesevangelium erfahrbar:
„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gezeltet.“ Joh 1,14

Nationalteam KCG Deutschland – http://www.kcg-net.de

 

Gemeinschaft im Wort
Anleitung zum BibelTeilen in sieben Schritten

Schritt 1 Begrüßen > sich zu Christus setzen
„Wir werden uns bewusst, dass Christus in unserer Mitte ist:
Wer möchte Christus mit eigenen Worten begrüßen?“
Schritt 2 Lesen > das Wort Gottes verkünden und hören
„Wir schlagen in der Bibel das Buch/das Evangelium/den Brief … auf, Kapitel …“
(wenn alle aufgeschlagen haben:)
„Wer möchte die Verse von … bis … vorlesen?“
„Wer möchte die Bibelstelle noch einmal lesen?“
Schritt 3 Sich ansprechen lassen > den verborgenen Schatz heben
„Wir sprechen jetzt Worte oder kurze Satzteile, die uns berührt haben, dreimal wie im Gebet aus. Zwischen den Wiederholungen lassen wir eine kurze Stille.“
Schritt 4 Miteinander schweigen > die Gegenwart Gottes wahrnehmen
„Wir halten jetzt einige Minuten Stille und versuchen zu hören, was Gott uns sagen will.“
Schritt 5 Mitteilen > gemeinsam Gott begegnen durch die anderen
„Welches Wort hat mich angesprochen? Wir teilen einander mit, was uns im Herzen berührt hat.“ Jede/r spricht von sich in der ersten Person. Keine Diskussion, kein Vortrag.
Schritt 6 Handeln > sich senden lassen
„Wir tauschen uns darüber aus, was wir in unserem Umfeld wahrnehmen. Welche Aufgaben fordern uns heraus? Was wollen wir konkret angehen?“ Christus handelt durch uns in der Welt. Wer tut was – mit wem – bis wann?
Schritt 7 Beten > alles noch einmal vor Gott bringen
„Wir beten miteinander. Wer möchte, kann jetzt ein freies Gebet sprechen.“
Danach kann man mit einem Gebet oder Lied schließen, das alle auswendig können.

(Kursiv gesetzte Inhalte werden nicht vorgelesen)

 

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