ARD-Radionacht der Bücher

Bodo Kirchhoff bei der ARD-Radionacht der Bücher

Am 12. Oktober 2012 gab es im Sendesaal des Hessischen Rundfunks wieder einen besonderen Leckerbissen: Die Moderatoren Ruth Fühner und Peter Zudeick plauderten ab 20.05 Uhr mit bekannten Autorinnen und Autoren über ihre neuen Bücher. hr2 übertrug die vierstündige Sendung live, viele Kulturprogramme wie WDR 5, Bayern 2 und Deutschlandradio waren zugeschaltet. Bei Kürbissüppchen, Garnelen im Bambustopf, Sekt und Mineralwasser waren die Zuschauer im Sendesaal ganz nah dran an den literarischen Größen: Ursula Krechel, der Gewinnerin des Deutschen Buchpreises, Roger Willemsen, Jenny Erpenbeck, Bodo Kirchhoff, Clemens J. Setz und anderen. Sechzehn Schriftstellerinnen und Schriftsteller saßen auf dem Sofa oder standen an einem der runden Tische im Saal und gaben Auskunft zu ihrem neuen Buch. Langeweile kam nicht auf: Das Gernot Dechert Quartett spielte zwischendurch Jazz, Blues und Soul und die Zuschauer konnten hinaus gehen, wann sie wollten oder mussten. Horst Evers las fünf Auszüge aus seinem neuen Buch „Der König von Berlin“ und war einer der Könige des Abends. Die Lachmuskeln hatten gut zu tun.

Zitate des Abends, die hängen geblieben sind:

Roger Willemsen („Momentum“): „Der Augenblick ergreift mehr uns als wir ihn.“

Klaus Hoffmann („Als wenn es gar nichts wär“): „Ich bin ein großer Melancholiker.“

Bodo Kirchhoff („Die Liebe in groben Zügen“): „Liebe ist eine Idee … Liebe ist nicht gleich Lieben … Liebe ist schwierig, weil sie keine fassbare Gegenwart hat … Es gibt Momente der Innigkeit, aber ist das die Liebe?“

„Sehnsucht nach Liebe ist die einzige schwere Krankheit, mit der man alt werden kann, sogar gemeinsam.“

„Alte Paare sind Archive. Wehe dem, der sie öffnet.“

Bodo Kirchhoff zu angehenden Autoren: „Wenn Ihr Eure Texte nicht mit dem aufladet, was Euch bewegt, wird das nichts.“

Martin Suter: „Man ist sich fast einig, dass es die Zeit nicht gibt.“

Horst Evers: „In Berlin gehört über sich selber lachen zum savoir-vivre.“

„Es gibt Sätze, bei denen weiß man schon, bevor man sie zuende gesprochen hat, dass man sie nicht hätte anfangen dürfen.“

Über Jenny Erpenbecks neuen Roman „Aller Tage Abend“: „Wie wären die Dinge, wenn der Tod an einer anderen Stelle seinen Schnitt gemacht hätte?“

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